Wilkommen in Lansingerland
Geschichte
Bleiswijk
Bleiswijk gab es vermutlich bereits um das Jahr 1100. Zum genauen Alter und der Entstehung Bleiswijks hat man wenige gesicherte Informationen. Ein Anhaltspunkt ist die historische Beschreibung von Jacob Lois des öffentlich-rechtlichen Boden- und Wasserverbandes der Region Schieland aus dem Jahre 1672. Darin steht, dass Bleiswijk ein großes Dorf war mit hoher und niedriger Gerichtsbarkeit, also auch Herrschaftssystem und Vogtei.
Wie alle Dörfer im Gebiet des Boden- und Wasserverbandes der Region war Bleiswijk anfangs von langgezogenen Sümpfen umgeben. Der dort gewonnene Torf brachte dem Dorf Wohlstand. Der Abbau wurde jedoch derart intensiv betrieben, dass Mitte des 18. Jahrhunderts ein großer Moorsee entstand. 1771 wurde beschlossen, diesen See einzudeichen.
Für dessen Entwässerung wurden 27 Windmühlen errichtet. Die Denkmäler „Bleiswijkse Verlaat“ (1770) und die verbliebene Mühle mit schräg abfallendem Schöpfrad (1772) stammen aus dieser Zeit. Die Ersetzung der Windmühlen durch elektrische Pumpstationen um 1911 hatte zur Folge, dass beinahe alle Windmühlen verschwanden.
Derzeit haben sich in Bleiswijk rund 1150 Unternehmen niedergelassen. Die Wirtschaftsstruktur Bleiswijks wird vorwiegend vom Agro-Businesskomplex bestimmt. Durch die Gemüse- und Obstauktion „The Greenery“ und die FloraHolland hat Bleiswijk eine zentrale Stellung beim Gartenbau im Westen der Niederlande.
Bergschenhoek
1811 trennte sich Bergschenhoek von Hillegersberg und hat seitdem eine eigene Verwaltung. Davor gehörte Bergschenhoek zum Rechtsgebiet Hillegondsberg und Rotteban, in dem die Dörfer Hillegondsberg und Bergschenhoek und der Weiler Terbregge lagen.
Am 24. Juli 1816 erhielt das selbstständige Bergschenhoek von der niederländischen Adelskammer offiziell die Genehmigung für ein eigenes Gemeindewappen, das nach wie vor verwendet wird. Seit dem 14. Januar 1969 besitzt Bergschenhoek eine offizielle Gemeindeflagge (mit den Farben gelb, rot und weiß).
Die Einwohnerzahl der Gemeinde ist den letzten Jahren stark gestiegen. Am 1. Januar 2006 zählte die Gemeinde 16.590 Einwohner, im Vergleich zu 12.540 Einwohnern am 1. Januar 2000.
Berkel en Rodenrijs
Berkel en Rodenrijs existiert seit 963 und hat über die Jahrhunderte hinweg regelmäßig den Charakter geändert. Bevor das Land kultiviert wurde, gab es in der Gegend Torfsümpfe. Der Moorboden wurde zur Torfgewinnung abgebaut. Dadurch entstanden große Moorseen.
Im 18. Jahrhundert wurden die Seen mit Schöpfwerken trockengelegt. Die so entstandenen Polder wurden als landwirtschaftliche Fläche und später zum Gartenbau verwendet.
In den kommenden Jahren wird sich Berkel en Rodenrijs erneut eingreifend verändern: Wohnungen, Unternehmen und Einrichtungen werden in Zukunft das Aussehen einiger Polder prägen.
Entstehung des Lansingerland
Die Integration der drei Gemeinden zu einer bedeutenden Gemeinde, Lansingerland, berücksichtigt die wirtschaftlichen und räumlichen Interessen untereinander. Eine einzelne Gemeinde kann der Verwaltungslast übergeordneter Instanzen besser die Stirn bieten. Die Außengrenzen des Lansingerland können so zudem effizienter gewahrt werden.
Einfluss bei der räumlichen Entwicklung
Um Bleiswijk, Bergschenhoek und Berkel en Rodenrijs vollziehen sich entscheidende Entwicklungen auf den Gebieten Infrastruktur (wie die Einrichtung der Hochgeschwindigkeitsbahntrasse und der Landstraße N470, die Modifizierung der Landstraße N209, einschließlich der verbesserten Anbindung zur Autobahn A12), Wohnungsbau („Vinex-Entwicklung“ in Bergschenhoek und Berkel en Rodenrijs), Industrieflächen und Standorten für Gewächshäuser. Bei diesen groß angelegten Maßnahmen ist der Einfluss großer benachbarter Akteure, wie Rotterdam, Zoetermeer und verschiedenen Behörden spürbar. Berkel en Rodenrijs, Bergschenhoek und Bleiswijk allein waren zu schwach, um bei diesen Maßnahmen die Interessen der Einwohner und Unternehmer der drei Gemeinden ausreichend vertreten zu können. Dafür war eine größere Verwaltungseinheit vonnöten.
Durch die Zusammenlegung der drei Gemeinden zu einer neuen Gemeinde kann Lansingerland künftig als vollwertiger, einflussreicher Partner auf die Entwicklungen Einfluss nehmen.
Sicherstellung der Gewächshauskultur in der Zukunft
Die Gewächshauskultur und deren zughörige Industrien sind wirtschaftliche Kernbereiche des Lansingerland. Ziel ist es, diese Gemeinde soll sowohl landesweit, als auch international zum Spitzenstandort auszubauen. Dies erfordert neben einer starken Gemeinde die Zusammenarbeit mit der Branche und (inter)nationalen Akteuren, wie dem Staat und der EU. Kleinere Gemeinden werden kaum als vollwertige Akteure wahrgenommen. Durch die Zusammenlegung verfügt Lansingerland über 1100 ha Gewächshauskultur. Damit ist Lansingerland, nach dem Westland, die größte Gemeinde mit Gewächshauskultur in den Niederlanden.
Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung
Für Lansingerland werden diverse Industrieflächen entwickelt. Diese Flächen bieten verschiedenen Geschäftsfeldern Raum zur Entfaltung. Dadurch erweitern sich die Wirtschaftsfelder. Landsingerland ist somit nicht mehr ausschließlich vom Agrarsektor abhängig. Die Schaffung von Arbeitsplätzen ist im Zusammenhang mit dem Bevölkerungswachstum in der Gemeinde von zentraler Bedeutung. Die Bündelung der Ressourcen ist ein weiterer Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung von Lansingerland.
Wohnen in Lansingerland
Während früher Gärtner den Großteil der Einwohner ausmachten, ließen sich viele Zugezogene nach dem Krieg in Neubauvierteln nieder, da sie ihre Arbeit in der Region fanden. Zudem steigt die Anzahl der Unternehmen, und damit auch die Wahrscheinlichkeit auf einen Arbeitsplatz in der Nähe des Wohnortes. Trotz des Wachstums behalten die Gemeinden in Lansingerland ihren persönlichen Charakter. Die bestehenden Werte werden gepflegt, neue Entwicklungen gewissenhaft eingefügt. Lansingerland wird ein Ort bleiben, wo Menschen gerne wohnen, arbeiten, einkaufen und sich erholen. In der zuvorkommenden und gastfreundlichen Gemeinde sind neue Bewohner herzlich willkommen. Gemeinsam mit ihnen gestaltet Lansingerland eine einzigartige Gemeinde.
Entwicklung von Grünflächen
Unser Ziel ist es, Grünflächen nicht zu zerstückeln, sondern als eine durchgängige Einheit in das gesamte Gebiet einzufügen. Möglichkeiten bestehen auch für die Entwicklung einer zusammenhängenden Grünfläche innerhalb und außerhalb der Gemeinde. Dies erfordert eine gemeinsame Strategie. Große Akteure, wie die Provinz und der Staat, entwickeln verschiedene Projekte in dieser Hinsicht. Als große Gemeinde hat Lansingerland nun mehr Einfluss auf die Entwicklungen dieser Projekte.
Die Grünblaue Schleife
Das wasserreiche Naturgebiet „Grünblaue Schleife“ liegt zwischen verschiedenen Großstädten im Westen der Provinz Südholland. Diese Grünzone ist als Natur- und Erholungsgebiet gedacht, um das Gleichgewicht zwischen Stadt und Land zu wahren. In Lansingerland grenzt der Meerpolder an dieses Gebiet, wo vor allem Raum für ausgedehnte Spaziergänge, zum Fahrrad fahren oder für den Wassersport geplant ist. Der Westpolder und das Industriegebiet Oudeland grenzen an den Teil namens „Oude Leede“. Hier besteht ausreichend Raum für Naturschutz und Wasserwirtschaft. Ein Naturreservat und ein groß angelegtes Gebiet für Wassersport ist in Planung.
